Lift up für FRN

Lift up für FRN

Nach Jahrzehnten old school Html hat Felix Sperandio motiviert durch die Zukunftswerkstatt Community Media #zwcm2020 Freie Radio Net (FRN) vom alten Tabellenlayout befreit und mit Hilfe von bootstrap4 in das mobile Zeitalter katapultiert. Den Code hat er auch gleich noch in das git der Freien Radios gepushed. Ein enormer Fortschritt!

Da haben wir gleich noch einen oben drauf gesetzt und im Projekt danube streamwaves digital unsere Haus-Designerin Kathrin von der Bootschaft mit dem UI / UX Design beauftragt. Im Dezember konnten wir den Vorschlag auf der ersten Portiersversammlung überhaupt am 17.12.2020 vorstellen.

FRN hat somit auch noch ein kleines Lifting bekommen. Die Beiträge werden nun am Desktop 2-spaltig dargestellt, so dass die Textzeilen nicht mehr so lang sind. Portieres können jetzt ein Logo ihres Radios hochladen, das in der Kachel angezeigt wird, wenn kein Beitragsbild mit hochgeladen wurde.

  • Grundsätzliches Layout (Folie 3 und 7 oben) wird umgesetzt.
  • Bilderupload-Möglichkeit wird deutlicher promotet beim upload
  • Falls keine Bilder hochgeladen werden, werden als Default hinterlegte Logos der Sender angezeigt.
  • Das Filterkonzept wird überarbeitet.
  • Der Bereich Podcast Feed erzeugen wird besser beschrieben.
  • Statische Seiten könnten zukünftig nach dem Vorbild von Folie 2 umgesetzt werden.
  • Footer und Grafiken (Folie 7 und 8) eventuell falls Zeit vorhanden ist.
  • Anmeldeseite (Folie 6) ist derzeit nicht notwendig. Der Userkreis ist nicht dynamisch.
  • Openerseiten (Folie 1) wird nicht umgsetzt: Im Mittelpunkt der Nutzung steht immer noch der Austausch untereinander. Die User müssen mit Frontpage ständig zwei mal klicken und die Seite wird langsamer.
Vom Programmaustausch zu den Online Archiven

Vom Programmaustausch zu den Online Archiven

Programmaustausch war in den 90er Jahren wichtigste Motivation für die Vernetzung unter den freien Radios. Unvorstellbar, wie das ohne Internet funktioniert hat: Man schickte sich gegenseitig kopierte Listen (ja, Kopiergeräte gab es bereits) per Post zu. So ein dicker Briefumschlag enthielt teils handgeschriebene Aufstellungen der Bibliotheksbestände eines anderen Senders im Verband der Assoziation freier Gesellschaftsfunk (AFF) e. V.. Wollte man eine Sendung aus so einer Liste ausstrahlen, dann griff man zum Telefon – natürlich noch mit echten Tasten und am Festnetz. Im angerufenen Sender wurde dann eine Kopie der Cassette angefertigt. Um Geld zu sparen sammelte man solche Bestellungen. Und irgendwann wenn das Paket voll war brachte es der Postbote vorbei.

Sobald das Internet Audio konnte wurden komfortablere Austausch-Server geboren. Es entstanden In Deutschland mit Freie Radios Net (FRN) und in Österreich mit dem Cultural Broadcasting Archive (CBA) eigene Infrastrukturen. Über die letzten 25 Jahre sind daraus umfangreiche Audio-Archive mit zeitgeschichtlichen Dokumentationen entstanden.

Technisch werden die Plattformen unterschiedlich intensiv genutzt. Die Radios im Verband Freier Rundfunk Österreich (VFRÖ) konnten dank der zentralen Mediengesetzgebung recht schnell eine finanzielle Absicherung erreichen und integrieren folgerichtig das CBA in die Sendestrecken aller freien Radios. In Deutschland haben Radio Dreyeckland Freiburg und auch Radio Corax aus Halle mit Hilfe eigener Skripte das hiesige Online Archiv sehr weit in ihre Sendeabläufe integriert und nutzen es automatisiert als Archiv- und Veröffentlichungsplattform. Das blieb bisher jedoch eher die Ausnahme weil es keine Entwicklung für eine solche Vollintegration gab. In der Regel wird FRN als Austauschplattform mit manuellem Up- und Download genutzt.

Im Projekt danube streamwaves wollen wir die Vernetzung der Archive vorantreiben. Dabei sollen technische Aspekte wie Responsibility und Metadatenaustausch genauso im Fokus stehen, wie die inhaltliche Öffnung der meist deutschsprachigen Plattformen um sie für anderssprachige Sender, wie z. B. Civil Radio zugänglicher zu machen.