Normalisieren von Audio

Normalisieren von Audio

Ob beim Live-Senden oder beim Produzieren eines Podcasts: Am Ende der Übertragung wollen wir im Ohr der Hörer ein positives Klangerlebnis erzeugen. Die Lautheit ist ein Qualitätsfaktor dafür. Unsere Hörer möchten nicht ständig an den Lautstärkereglern drehen. Deshalb müssen wir beim Produzieren für eine gleichbleibende Lautheit sorgen. Das machen wir mit dem Normalisieren.

Bei der Normalisierung müssen wir auch an die verschiedenen Übertragungswege denken – wird ein File als Podcast bereit gestellt oder geht es um eine Streaming oder gar die Übertragung von Audio zum Sendemast? Für die verschiedenen Anwendungen gibt es unterschiedliche Anforderungen, Regelungen und Normen.

Ein Workshop Normalisierung ist für Februar geplant.

Lohrothek

Lohrothek

Die Lohrothek ist ein Redaktions-System entwickelt im freien Radio Lohro in Rostock. Innerhalb von danube streamwaves haben wir es allen interessierten freien Radios vorgestellt. Um es im internationalen Raum zu verwenden wird weiter an einer Lokalisierung des Backends gearbeitet. Das Frontend ist bereits lokalisiert in Englisch. Die nächsten Schritte sind eine Installation bei Civil Radio Budapest und ein Demoserver.

Nähre Infos gibt es hier https://git.hack-hro.de/lohro/lohrothek/publicity

Automated Radio

Automated Radio

Automated Radio (AuRa) ist ein Konzept zur Automatisierung von Programmplanung und Playout. Der modulare Ansatz wurde speziell auf die Bedürfnisse von freien Radiosendern zugeschnitten.

Die Initiative für AuRa ging von den fünf österreichischen Sendern Radiofabrik (Salzburg), Radio FRO (Linz), Freies Radio Freistadt, ORANGE 94.0 (Wien) und Radio Helsinki (Graz) aus. Sie haben sich zusammengetan um den in die Jahre gekommenen Zoo an selbstgestrickter Software zu bändigen. Die Entwicklungen stützten sich dabei auf das bereits laufende Programmverwaltungs-Modul von Radio Helsinki und dem Playout Comba von Michael Liebler (Radio Z, Nürnberg).

Auch in Deutschland wurde zeitgleich seit 2013 ein modularer Ansatz diskutiert. Mangels Ressourcen konnten die guten Konzepte nur vereinzelt umgesetzt. Viele Sender müssen sich mit einem Stall voll individuell gecodeten Batch-Skripte und veralteten Systemen herumschlagen. In einigen Radios ist die Lage recht brenzlig, weil überholte Software nur noch auf einzelnen betagten Servern läuft. Brechen diese zusammen, fallen ganze Sendestrecken aus. In Tübingen, Karlsruhe und Mannheim wartet man daher schon sehnsüchtig auf die Produktreife von AuRa.

Im Rahmen von danube streamwave digital wird AuRa im ersten Schritt in deutsch und englisch vorgestellt. Um ein breites Publikum zu erreichen wurde dazu die jährliche Konferenz des Bundesverbands freier Radios Zukunftswerkstatt Community Media (#zwcm2020) genutzt. Im zweiten Schritt wird das System aus Österreich in den Baden-Württembergischen Sendern Wüste Welle (Tübingen) und ggf. bermudafunk (Mannheim) und Querfunk (Karlsruhe) etabliert.

Freie Radio API

Wenn wir modulare Softwareanwendungen bauen wollen, benötigen wir eine definierte Schnittstelle. Für den Datenaustausch zur Freie Radio App haben wir XML benutzt. Besser ist die API.

Ziel der API sind

  • Austausch von Programmen
  • Anzeigen auf Webseites von Radios: was gibt es woanders zum Thema
  • Online Archive CBA und FRN verbessern

Die Techniker der freien Radio haben ihr Wissen zusammen geworfen um aus einem wilden Sammelsurium von Standard APIs wie rrule und auch den exotischten Sheduling Regeln von Radio Lora München eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.

Oyla wurde beauftragt diese API zu dokumentieren. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt Community Media #zwcm2020 wird der aktuelle Zwischenstand diskutiert.



Hompage mit  integrierter Printproduktion

Hompage mit integrierter Printproduktion

Not macht erfinderisch – in den freien Radios schon fast eine Doktrin.

Das Freie Radio für Stuttgart gibt regelmäßig das Printmagazin Modulator heraus. In den Anfangsjahren gab es in vielen freien Radios ähnliche Druckerzeugnisse. Sie sind teils Öffentlichkeit für das vielfältige Programm, enthalten aber auch journalistisch aufbereitete Inhalte . Die meisten Radio-Print-Magazine sind wieder verschwunden – nicht so beim Freien Radio für Stuttgart. Alle fragen sich – wie macht ihr das, personell, inhaltlich, finanziell?

Bei einer Online Session im Juli 2020 hat uns Boris in das Geheimnis eingeweiht: Das Drupal CMS der Homepage ermöglicht einen XML Export für Adobe Indesign, der sowohl für das Printmagazin, als auch für den Newsletter verwendet wird. In den Newsletter werden nur Sendereihen aufgenommen, die zur aktuellen Ausstrahlung beschreibende Details hinterlegt haben. So werden die rund 250 Redakteure und Redakteurinnen motiviert das Redaktionssystem zu füllen.

Die hierarchische angelegte Struktur hilft auch bei der Strukturierung der Veröffentlichungen: Redaktionen können mehrere Sendereihen zugeordnet werden. Jede Sendereihe belegt einen Sendeplatz im Programmschema. Zu jeder einzelnen Ausstrahlung einer Sendereihe lassen sich Informationen mit Artikelbild und eine Playlist hinterlegen.

Im Sendeschema wird default-mäßig die Beschreibungen zur Sendereihe angezeigt. Sind Beschreibungen zu einer Ausstrahlung (Sendungsdetails) vorhanden werden diese dargestellt. Die URLs der Sendungsdetails generieren sich aus dem Sendetermin einer Aussstrahlung. Eine Sendung am 21. Februar 2020 um 18 Uhr erhält so die URL https://www.freies-radio.de/sendungsdetails/202002211800. Termine werden sowohl für die Vergangenheit, als auch für die Zukunft angezeigt.

Das zweimonatlich erscheinende Printmagazin Modulator kennt daher nicht die Hektik des Redaktionsschluss in zivilgesellschaftlich organsierten Verlagen. Es müssen nicht haufenweise fehlende Artikel bei Ehrenamtlichen eingetrieben oder ersatzweise vom Angestellten für Öffentlichkeitsarbeit verfasst werden. Das CMS hilft die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und ermöglicht einen kollaborativen Produktionsprozess, der optimal auf die Freiwilligen-Strukturen des freien Radios zugeschnitten ist.



7 Tage Mediathek:  Radio free FM Homepage

7 Tage Mediathek: Radio free FM Homepage

Wie kann man eine 7-Tage Online Mediathek Gema-konform umsetzen?

Seit dem 01.01.2014 gilt ein GEMA-Rahmenvertrag, der es den freien Radios ermöglicht auch gemapflichtige Audios sieben lang Tage online für den asyncronen Empfang bereit zu stellen.

Doch bis heute hat kaum ein Radio eine solche 7-Tage Mediathek technisch umsetzen können. Dabei wäre das für die Reichweite der Sender wichtig. Die Erfahrungen von Radio free FM zeigen, dass mit der Möglichkeit des zeitversetzten Nachhörens wieder mehr in Sendungen rein gehört wird.

Das Interesse an der Umsetzbarkeit ist groß. Christian Lange erläutert in einem englischen und einem deutschen Vortrag die Stream- und Metadaten-ströme, die Verzahnung mit dem CMS Drupal und dem Playout System im Sender.

Mittlerweile gibt es mit Radio Z in Nürnberg Interesse die Webseite nachzubauen. Radio free FM hat dazu einen Dummy bereit gestellt. Interessierte freie Radios vernetzen wir gerne.